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   23.09.16 18:11
    Tolle Geschichte, sowas
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Über

Hei, Fans des Grusels und Grauens!

Im Nachthund werde ich von nun an regelmäßig selbstverfasste kurze (hin und wieder auch längere) Gruselgeschichten veröffentlichen. Ideal zum Lesen "zwischen zwei U-Bahn-Stationen".

Mein Name ist Corinna Annemarie und wenn ihr - wie ich - einen Hang zum Morbiden habt, schaut euch doch einmal in meinem Blog um!

Viel Spaß! 

Alter: 45
 
Universität: Wien in

Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
wollte ich Schriftstellerin werden

Wenn ich mal groß bin...:
will ich Schriftstellerin werden

Ich liebe...:
Bücher und Filme und, ja, auch Serien!



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Blog

Das Buch


Als ich das Buch „Die gruseligsten Geschichten aller Zeiten“ im Antiquariat der alten Frau Brunner erstand, konnte ich nicht ahnen, was mir bevorstehen würde. Man munkelte zwar, Frau Brunner sei eine Hexe – eine Voodoo-Priesterin gar – aber ich hielt mich für realistisch genug, um nicht an Hexen, Geister und dergleichen zu glauben.

„Hüten Sie sich wohl, dieses Werk nach Mitternacht zu lesen!“, hatte mir Frau Brunner als Warnung mit auf den Weg gegeben und mich dabei mit ihren wasserblauen Augen fixiert. Ich hatte bloß den Kopf geschüttelt, als die Ladentür hinter mir ins Schloss gefallen war. Was für ein Unsinn!

Selbstverständlich las ich Gruselgeschichten in der Nacht, da ich gerade die schaurig-romantische Atmosphäre der finsteren Tageszeit brauchte, um bei dieser Art Literatur überhaupt auf meine Kosten zu kommen.

Schon am Beginn der ersten Geschichte war ich gefesselt von den bösartigen Kobolden, die heimlich Feuer legten oder kleine Bomben versteckten, um nichtsahnende Menschen grundlos in den Tod zu schicken. Während des Lesens kaute ich auf meinen Nägeln herum und konnte es kaum erwarten, zu erfahren, ob die wenigen Überlebenden die Schlacht gegen die Feuerkobolde gewinnen würden, als mir plötzlich ein eigenartiger Geruch in die Nase stieg.

Als ich irritiert den Kopf hob und in alle Richtungen schnupperte – es roch, als würde ein Kabel langsam durchschmoren –, bemerkte ich durch einen zufälligen Blick auf die große Wanduhr, dass es bereits nach Mitternacht war. Frau Brunners eindringliche Worte fielen mir ein. Ach was, dachte ich. Nichts als Einbildung. Ich beugte meinen Kopf wieder über das Buch, um weiterzulesen, doch nun schien der Brandgeruch noch intensiver zu werden und schon bald schlug mir glühende Hitze  ins Gesicht. Es schien, als würde das Papier in meinen Händen zu brennen beginnen, obwohl keine Flammen zu sehen waren. Ich bildete mir außerdem ein, ein leises, hohes Lachen zu hören, nur konnte ich nicht ausmachen, woher es kam. Mit einem Satz sprang ich auf und ließ das glühend heiße Buch fallen. Doch es war zu spät. Ich konnte nur noch die Explosion hören und spürte gleichzeitig, wie mein Kopf vom Hals gerissen und gegen die Wand geschleudert wurde.

15.9.16 16:03


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